Beton von A-Z

Betonfertigteile
Fertigteile aus Beton werden in einer Fabrik hergestellt, dort gelagert, auf die Baustelle geliefert und dann montiert. Aus großformatigen Fertigteilen werden Decken, Wände und Dächer hergestellt. Fertigteilkonstruktionen aus Stützen und Balken sowie fertige Sanitärzellen gehören mit zum Bauprogramm. Sogenannte Systemhäuser werden im Zuge des Rohbaus komplett aus Betonfertigteilen gefertigt. Das spart Zeit und Geld: Der Rohbau steht innerhalb einer Woche.

Estrich
Ein fugenloser Beton, der vor allem als Boden eingesetzt wird.

Farbiger Beton
Die natürliche Farbe des Betons ist grau. Mit der Auswahl der Zuschlagstoffe und durch Farbpigmente kann Beton vielfältig eingefärbt werden.

Faserbeton
Diesem Beton werden Stahl-, Glas- oder Kunststofffasern beigemischt. Damit will man definierte mechanische Eigenschaften für spezielle Anforderungen erreichen.

Frischbeton
Bevor Beton erhärtet, ist er je nach Zusammensetzung unterschiedlich weich. Von Frischbeton spricht man, solange er noch verarbeitet werden kann. Bei der Mischung ist das Verhältnis zwischen Wasser und Zement – der sogenannte Wasserzementwert – eine wichtige Stellgröße für eine vollständige Erhärtung. Frischbetoneigenschaften lassen sich durch Zusatzmittel wie Fließmittel oder Betonverflüssiger gezielt für die verschiedensten Anwendungsfälle einstellen.

Gefügedichter Leichtbeton
Ein Beton mit einem leichten Zuschlag, der dicht ist und eine völlig geschlossene Oberfläche hat. Durch sein geringes Eigengewicht kann er vorteilhaft zum Bau von weit gespannten Brücken, Hochhäusern und Fertigteilen verwendet werden.

Haufwerksporiger Beton
Im Unterschied zum gefügedichten Leichtbeton ein Beton, bei dem die Zuschlagkörner gleich groß sind. Dadurch berühren sie sich nur, und es entstehen Lufthohlräume, die nicht mit Beton gefüllt sind. Sie geben dem Beton insgesamt eine rauere Oberfläche.

Hochfester Beton
Beton höherer Festigkeitsklassen ab C60/75.

Leichtbeton
Unterscheidet sich vom normalen Beton dadurch, dass er durch Lufteinschlüsse ein besonders leichtes Gewicht erhält. Lufteinschlüsse können hier durch Zuschlagstoffe wie Bims, Blähton, Blähschiefer oder Lavaschlacke erzielt werden. Die Wärmedämmfähigkeit ist höher als bei Normalbeton. Leichtbetonsteine gibt es in unterschiedlichen Größen und auch als Sichtmauerwerk mit verschiedensten Oberflächen.

Massivbauweise
Unter Massivbauweise versteht man das Bauen mit Betonfertigteilen, Transportbeton und Mauerwerksbau. Gebäude in Massivbauweise zeichnen sich durch lange Lebensdauer, ein behagliches Raumklima und lange Wertbeständigkeit aus. Die massive Betonbauweise ist überlegen, wenn es um hohe Anforderungen an Brandschutz, Schallschutz und Wärmedämmung geht.

Mauermörtel
Nach DIN 1053 ein Gemisch aus einem oder mehreren Bindemitteln, Wasser und Zuschlag, ggf. Zusätzen. Zusammen mit Mauersteinen wird Mauerwerk hergestellt.

Naturbeton
In der Natur gibt es ein Material, das dem Beton sehr ähnlich ist – es wird auch Nagelfluh genannt. Das Gestein entstand vor Millionen Jahren unter Vermischung von Wasser, Kies, Sand und einem natürlichen Bindemittel.

Normalbeton
Die Zuschläge beim Normalbeton sind Sand oder Kies. Durch seine universellen Eigenschaften wird Normalbeton für die Herstellung der verschiedensten Betonwaren eingesetzt. Aber auch für Fundamente, Keller und auch Deckenkonstruktionen kommt Normalbeton zum Einsatz.

Ortbeton
Ist Beton, der an dem Ort erhärtet, an dem er verbaut wird. Ortbeton wird als Transportbeton mit Mischfahrzeugen auf die Baustelle gebracht oder an Ort und Stelle als Baustellenbeton gemischt.

Porenbeton
Porenbeton ist ein Leichtbeton, bei dem die Luftporen in einem besonderen Herstellungsprozess entstehen. Hierbei wird ein Mörtel aus Zement, Kalk, Sand und Wasser mit einem Anregungsmittel (Aluminium) aufgeschäumt.

Putzmörtel
Nach DIN 18550 ein Gemisch aus einem oder mehreren Bindemitteln, Wasser, Zuschlägen zwischen 0,25 und 4 mm und ggf. Zusätzen. Das Gemisch wird an Wänden und Decken ein- oder mehrlagig in bestimmter Dicke aufgetragen.

Schwerbeton
Ein Gemisch aus Zement, Wasser und sog. Schwerzuschlägen wie Schwerspat, Eisenerz, Baryt, Stahlgranulat. Die Trockenrohdichte ist größer als 2,8 t pro m3.

Sichtbeton
Beton, dessen Ansichtsflächen gestalterische Funktionen übernehmen und ein durch die Schalungshaut bestimmtes Aussehen haben.

Spannbeton
Die Bewehrung dieses Betons besteht aus Betonstahl und Spannstahl. Mit Hilfe des vorgespannten Spannstahls bleibt der Beton bei Zug- und Biegekräften ohne schädliche Risse.

Spritzbeton
Beton mit einem Trocken- oder Nassgemisch, der in geschlossenen Rohr- oder Schlauchleitungen bis zur Einbaustelle transportiert, dort auf die vorgesehenen Stellen gespritzt und dabei gleichzeitig verdichtet wird.

Stahlbeton
Ein Beton, der mit Stahleinlagen in Form von Drähten, Stäben oder Matten bewehrt ist. Stahlbeton ist für Konstruktionen notwendig, bei denen starke Zugkräfte auftreten. Im Eigenheimbau können das beispielsweise Decken mit großen Spannweiten, freitragenden Treppen und Balkone sein.

Transportbeton
Wird in einem Transportbetonwerk entsprechend den Anforderungen an das Bauwerk gemischt und mit einem Fahrmischer zur Baustelle transportiert. Dort wird er in eine vorher aufgestellte Schalung gegossen, in der er erhärtet. Das Aushärten der fertigen Transportbetonmischung lässt sich in den Betonmischfahrzeugen mit Zusatzmitteln gezielt verzögern. Sie sorgen dafür, dass die Mischung nicht vorzeitig erhärtet. Wärme im Sommer beschleunigt die Aushärtung, während niedrige Umgebungstemperaturen die Erhärtung von Beton verzögern. Zusatzmittel beeinträchtigen die Endeigenschaften des Betons nicht. Transportbeton eignet sich für praktisch alle Anwendungen im Rohbaubereich.

Werkmörtel
Ein nach DIN 18557 im Werk zusammengesetzter und gemischter Mörtel, z.B. Werk-Trockenmörtel, Werk-Nassmörtel, Werk-Frischmörtel.

Zementmörtel
Ein Gemisch aus Zement, Wasser und Zuschlägen bis zu einer Größe von 4 mm