Wasser im Kreislauf
 
Wasser ist unsere Lebensgrundlage. Ohne gesundheitlich unbedenkliches Wasser können wir nicht existieren. Die langfristige Sicherung der Trinkwasserversorgung ist daher eine zentrale Aufgabe, die uns alle angeht. Jährlich versickern Millionen Kubikmeter Wasser ungeklärt aus den Leitungssystemen und gefährden damit unsere Umwelt und unseren Lebensraum. Es gilt, in die notwendigen Instandsetzungsmaßnahmen an Kanalnetzen und Kläranlagen zu investieren.

Hier bietet der Baustoff Beton ökologisch sinnvolle und kostengünstige Lösungen an: Mit leistungsfähigen und qualitätsgeprüften Rohren aus Beton, kompletten Kläranlagen, aber auch Kleinkläranlagen für den privaten Bedarf, Abwasser- und Trinkwasser-Versorgungssystemen. Zunehmend gewinnen auch Regenwassernutzungsanlagen in Form von Zisternen aus Beton an Bedeutung.

Kostengünstige und wirtschaftliche Rohrleitungssysteme
Rohrleitungen und Rohrleitungssysteme werden durch Verlegung, Einbau und tägliche Nutzung sehr beansprucht. Beton ist der ideale Baustoff, der den vielfältigen Anforderungen an ein Kanalsystem gerecht wird. Schlagfestigkeit, Druckfestigkeit, Dichtheit und Beständigkeit von Betonrohren bei den verschiedensten privaten und industriellen Abwässern sind die überzeugenden Vorteile gegenüber anderen Baumaterialien. Besonders die beliebige Formbarkeit und der Verbund mit anderen Materialien eröffnet dem modernen Kanalbau die technischen Möglichkeiten, um Abwässer ohne umweltschädliche Belastungen zu Kläranlagen zur Aufbereitung zu leiten.

Zukunftstechnologien
Die Technologie, hochwertige Rohrleitungssysteme in Beton auszuführen, ist einer ständigen Weiterentwicklung unterworfen. Innovative Dichtungssysteme, hochfeste Betone und sogar die Mikroelektronik werden in Beton-Systembauweise weiterentwickelt. So ist z. B. die Markierung einzelner Rohre oder ganzer Leitungsabschnitte mit elektronischen Markern (Elektronische Speicherchips mit passiver Schreib-Lesefunktion) vorstellbar.

Erste Erprobungsstrecken gibt es bereits in Nordrhein-Westfalen. Mit Markern ausgestattete Betonbauteile können von der Oberfläche mittels Georadartechnik gelesen und beschrieben werden. Die automatisierte Dokumentation von Verlege- und Wartungsdaten gibt dem Leitungsbetreiber ein hohes Maß an Planungssicherheit. Automatisch nachdichtende Rohrverbindungen und die Überprüfung der Dichtungen mittels einfacher Druckprüfung sind weitere Detailverbesserungen, die heute bereits angeboten werden.

Regelwerke
Betonrohre und Bauwerke müssen vielfältigen technischen Regelwerken entsprechen. DIN/ISO-Normen regeln sowohl die Rohre selbst, als auch deren Bettung und die fachgerechte Verlegung. Zusätzliche Industriestandards wie der DWA (Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall) und der FBS (Fachverband Beton- und Stahlbetonrohre) legen Standards über DIN/ISO Normen hinaus fest. Güteschutzorganisationen und eine systematische Eigen- und Fremdüberwachung von Fertigung und Verlegung garantieren einen hohen Qualitätsstandard für eine Nutzungsdauer von vielen Jahrzehnten. Bei fachgerechter Verlegung kann bei Betonrohren eine Nutzungsdauer von über 100 Jahren nachgewiesen werden.